Meine Rollenspielaktivität hat sich in den letzten eineinhalb Jahren drastisch reduziert.
Meine AD&D Gruppe hat sich leider aufgelöst, weil neben dem beruflichen Weggang des Meisters auch einige Verschiebungen in seinem privaten Leben ergeben hatte. Die Entfernung hätte man vielleicht noch überbrücken können.
Meine Cthulhu Gruppe ist an meinem eigenen Anspruch gescheitert. Meiner Meinung nach war die Gruppe mit zwei absoluten Neulingen und zwei uralt Hasen nicht gut ausgewogen und ich habe als Meisterin das meinige auch nicht dazu beitragen können. Auch das Horror-20-er Jahre Thema scheint nicht jedem gelegen zu haben, sogar ich selbst bin da etwas unschlüssig, ob mir das gefällt. In jedem Fall würde ich lieber etwas Erfahrung als Spielerin sammeln, bevor ich das Meistern hier nochmal versuche.
Die Deadlands-Gruppe fand selten aber einigermaßen regelmäßig statt. Ich hatte allerdings das Thema Wilder Westen + Horror etwas über und brachte im September einige Manöver-Kritik an.
Und was soll ich sagen? War es Kharma? Mein Erst-Charakter Estrella di Gonzales, Gaucha mit losem Mundwerk, dreistem und leicht promisken Benehmen bekam durch die klauenbewehrte Pranke eines Dämons den Bauch aufgeschlitzt!
Ich hätte ihren Tod verhindern können, aber wollte ich das? Nein! Ich stellte fest, dass es nicht die Gruppe und das Thema waren, dessen ich über war, sondern meines Charakters. Ich hatte mich ja bereits auf eine neue Person eingestellt und wollte diese einführen, der Meister bat mich aber, Estrella noch ein wenig weiter zu spielen.
Das Problem an Estrella war, dass es mein Erst-Charakter war. Ich hatte zu wenig Ahnung von der Deadlands-Welt, den Möglichkeiten und Alternativen. Also habe ich erst jemanden rollenspieltechnisch Einfachen genommen.
Jetzt habe ich einen spieltechnisch komplexeren Charakter und es macht wieder riesigen Spaß. Irgendwann werde ich auch alle Regeln verstehen, die ich für Katrina anwenden müsste.